Portrait

Teneriffa 2008 – Tag 10

16.09.2008:
20.05: Und, wir sitzen ... – ... unterm Fischernetz! Letzte Runde, grad ist die Sonne untergegangen. Das Whale Watching war super!
Wir sind heute früh nach Puerto Colon gefahren und da noch ein bisschen rumgelaufen. Ein einziger Spießrutenlauf, weil man jeden halben Meter von irgendwem angelabert wird, der was verkaufen will.

Auf der Shogun
Auf der Shogun

Gegen halb eins konnten wir aufs Schiff, gegen eins gings los. Zum Glück war die Shogun nicht zu voll. Wir saßen weit vorne am Bug, in unseren Badeklamotten, ließen die Füße durchs Geländer der Reling hängen und uns die Sonne auf die Birne brutzeln.

Das Schiff wippte durch die Wellen, im Hintergrund lief sommerliche Musik – ich kam mir vor wie in einer Mischung aus Langnese- und Bacardi-Werbung ... :-)

Dazu kam dann noch ein Touch Peter Pan, als wir vor dem Barranco Seco ankerten und eine Runde im Wasser plantschten.

Teneriffa vom Meer
Teneriffa vom Meer

 

 

Auf dem Weg zum Barranco Seco haben uns ein stückweit Delphine begleitet – waren plötzlich da und turnten ums Schiffs rum, links, rechts, drunter durch.

Außerdem haben wir auf der Strecke immer mal wieder fliegende Fische gesehen – die weder springen noch fliegen, sondern eher auf der Schwanzflosse übers flippen, und das über enorme Strecken. Ich hätte sie kaum gesehen, wenn Malte mich nicht drauf aufmerksam gemacht hätte, weil sie sich kaum vom Wasser abheben.

Der Blick aufs Teno-Gebirge vom Meer aus war einmalig. Man schaut direkt auf Los Gigantes, im Hintergrund Teide und Pico Viejo, auf halber Höhe hing ein flaches Wolkenband.

Grindwale
Grindwale

Beim Barranco Seco, der gleich neben Masca liegt, wurde geschwommen und gegessen, dann ging es zurück auf der Suche nach Walen.

Ich dachte schon, wir finden keine mehr, da waren sie plötzlich überall um uns rum, etwa zehn Grindwale, die hier heimisch sind.
Die waren nicht so groß wie seinerzeit die Orcas, aber deutlich größer als Schweinswale. Haben sich Zeit gelassen mit Auf- und Abtauchen, da sie tagsüber ruhen und eher nachts jagen. Es war auf jeden Fall unglaublich schön, und immer, wenn ich dachte, jetzt sind sie weg, tauchte wieder einer auf.

22.00: Als wir wieder in Puerto Colon angelegt hatten, haben wir uns auf den Teno-Weg nach Buenavista gemacht. Das Stück Straße zwischen Santiago del Teide und Masca ist die heftigste Straße, die wir (ich auch) bisher auf Teneriffa gefahren sind! Sehr steil, sehr enge Kurven, schmal – man windet sich an den steilen Felsen des Teno runter und hat einen irren Blick auf das Gebirge.

Grindwal
Grindwal

Morgen gehts in den Endspurt, um 20 Uhr müssen wir den Wagen abgeben, übermorgen früh gehts in die Heimat. Malte ist knackenbraun, ich habe auch ein bisschen Farbe bekommen, aber erstaunlich weniger als sonst. Obs an der Schwangerschaft liegt?

Mehr Bilder vom heutigen Tag gibts auf der nächsten Seite!