10.09.2008:
22.14: Heute sah es eher düster aus. Wir wollten eigentlich eine abschließende Teno-Rundfahrt machen, mit Wanderung durch den Barranco del Infierno
bei Adeje. Der Weg dahin war auch ganz nett, aber Adeje selber ist ein hässlicher Ort, den Barranco haben wir nicht gefunden und die Wolken hängen so
tief, dass es sich ohnehin nicht gelohnt hätte. Also sind wir weiter gefahren, in der Hoffnung, vielleicht wenigstens zur Mondlandschaft laufen zu
können.Erst haben wir uns aber im Chicho in Villaflor gestärkt.
Ein uriger Laden! Vollgemüll, aber irgendwie hatte der was. Eine Bar, zwei Tische, Sofas, Sessel, nach hinten aber ein richtiges Restaurant. In der Bar hingen wild durcheinander Hörner, alte Bügeleisen, Holzknüppel, Anker von der Decke, diverse Messer und Macheten an der Wand, ebenso Bilder von Crossrennen, Zeitungsausschnitte – irgendwie gemütlich.
Danach haben wir die Buckelpiste hinter uns gebracht (ich dachte ich hickse das Baby aus *hicks*), nur um zu sehen, dass auf dem Holzpfahl von damals kein Schild mehr steht. Da der Weg seinerzeit schon mit Schild schwer zu finden war, sind wir wieder zurückgefahren bis zu Kilometer 3,5 nach Einfahrt – da stand ein neueres Schild Richtung Pajsaje Lunar.
Der Wanderwegweiser sagte Pajsaje Lunar, 3,4 km, also haben wir uns dick eingepackt (Wolken, kalt) auf den Weg gemacht. Die Wanderung war ganz schön, durch den Pinienwald, mitten in der Wolke. Es war kühl und feucht und die Luft schmeckte nach Kiefer – wie eine kalte Sauna!
Eineinhalb Stunden später kamen wir bei der Mondlandschaft an – die sich genau zwei Sekunden zeigte und dann komplett im Nebel verschwand. Erst dachte ich noch "gut, dann halt näher ran", ging aber nicht! Wir mussten aus vielleicht 20 Metern Höhe und etwa soviel Entfernung auf die Wolkenwand gucken.
An einem Aussichtspunkt (den gabs früher auch nicht) wurde darauf hingewiesen, dass die Formation vom Begehen zerstört würde und die Landschaft daher nicht mehr zugänglich sei. Darum auch der andere Weg ... Also sind wir unverrichteter Dinge im Nebel zurückgewandert und durch die Cañadas nach Puerto zurückgefahren.
Wir waren dann noch im Restaurant an der Brandung essen, ein bisschen bummeln und jetzt ist Feierabend – immerhin sind wir trotz allem eine ganze Strecke gelaufen. Morgen gibts einen Auszeit-Tag, irgendwo am Strand.
Mehr Bilder vom heutigen Tag gibts auf der nächsten Seite!