Im Herbst 1999 konnte ich vier Wochen im Rahmen meines Studiums an einer
Doktorarbeit im Fjord&Belt Centret in Kerteminde/Dänemark mitarbeiten
("Understanding the echolocation behavior of harbor porpoises (Phocoena phocoena) in order to reduce by-catch").
Gerade in Küstennähe, wo Schweinswale noch problemlos schwimmen können, geraten diese häufig in die so genannten
Stellnetze. Da Wale Säugetiere sind, müssen sie zum Atmen auftauchen – Tiere, die sich in Netzen verfangen,
ertrinken!
In Dänemark wurden damals erstmals drei Tiere lebend aus Stellnetzen geborgen und wieder aufgepäppelt. Um medizinische
Untersuchungen zu vereinfachen, wurden die Tiere auf einfache Handzeichen trainiert.
Die Doktorarbeit war darauf ausgelegt herauszufinden, wie man solche "Beifänge" (denn eigentlich dienen die Netze der
regulären Fischerei) verhindern kann.
Meine Aufgabe war die Unterstützung der Doktorandin beim Versuchsaufbau und bei der Auswertung der Versuche. Da ich mich aber mit den Trainerinnen der Tiere angefreundet hatte, durfte ich auch selbst mal "Hand anlegen" – man kann sagen, ein Traum wurde wahr. :-)
Bei den drei Tieren handelte es sich um ein Männchen (Eigil) und zwei Weibchen (Freja und Nuka). Nuka, das Nesthäkchen, starb leider im Frühjahr 2000. Nach meinem letzten Wissenstand leben Eigil und Freja immer noch im Meerwasserbecken im Fjord&Belt Centret.
Hier ein paar Eindrücke aus dieser Zeit!
Wer mehr über das Fjord&Belt Centret wissen möchte findet hier die Marsvin-Seite des Fjord- & Beltcenters (allerdings auf dänsich). 2004 kam anscheinend ein weiteres Weibchen zu den zweien dazu, Sif, die in Schottland gefangen wurde. Außerdem gab es endlich Nachwuchs – Eigil und Freja habens auf die Reihe bekommen: Schweinswal-Nachwuchs.