Portrait

Rico & Elvis

Januar 2004
Rico ist am 30.12.03 bei mir eingezogen!
Seine bisherige Geschichte (soweit bekannt) ist schnell erzählt:
Zufällig erzählte mir ein Bekannter, ihm sei ein Kater zugelaufen, der eine Tätowierung im Ohr hat, die ihn nach TASSO als Rico, Baujahr ca. 1990 ausweist. Damals war er ein Fundkater und wurde vom Tierheim vermittelt. Der ermittelte Besitzer verleugnete die Katze jedoch. Da ich ohnehin schon länger ohne Haustier war, nahm ich Rico zu mir. Er ist verschmust, verspielt und schläft am liebsten im Bett auf den Füßen – und er wirkt Jahre jünger als 13! – Wie sich später herausstellte, war die Identifizierung falsch (die Tätowierung ist nicht gut zu lesen). Rico ist vermutlich der verschwundene Kater "Räuber", der zum Fundzeitpunkt erst DREI Jahre alt war. Er ist also so alt wie Elvis, vermutlich Baujahr 2000.

Januar 2005
Elvis hat eine längere Geschichte hinter sich – bzw. ich kenne mehr seiner Geschichte, auch wenn er dieses Jahr erst fünf Jahre alt wird. Elvis ist seit Neujahr 2005 wieder bei mir und freundet sich langsam aber sicher mit Rico an. So ist es viel besser, Rico alleine zu halten hat mir doch immer ein schlechtes Gewissen bereitet – und Elvis scheint auch zufriedener, weil er jetzt nicht mehr fünftes Rad am Wagen ist.

Mehr über Elvis Vergangenheit
Bilder von Rico und Elvis in Essen

Juli 2006
Wir wohnen wieder in Bonn! Endlich gibts die Möglichkeit, die beiden Tiger rauszulassen. Wie das so funktioniert, wird sich noch zeigen, ich muss halt meinen Schweinehund überwinden und die Türen aufmachen, aber die Umgebung ist einfach paradiesich für Katzen.

Beide Tiere sind seit einiger Zeit gechipt und komplett geimpft – dabei stellte sich raus, dass Rico unmöglich Rico sein kann, die Tierärztin schätzte ihn auf höchstens 5-10 Jahre. Die Tätowierung ist einfach nicht richtig lesbar, wer weiß, wo er wirklich hingehört und wie er wirklich heißt ...

Jedenfalls haben Rico und Elvis sich prächtig zusammengelebt. Endlich mal eine Katze, die mit Elvis klarkommt bzw. mit der er klarkommt. Elvis blüht sichtlich auf. Das einzige Problem ist seine Autoimmunkrankheit, die wohl in der Familie liegt. Alle 10-14 Wochen braucht er eine Depot-Spritze Cortison, damit er nicht aussieht wie frisch gehäutet. Ich hoffe, das Cortison hat keine weiteren negativen Auswirkungen ...

Februar 2008
Bisher machen die Fellmonster sich gut als Freigänger, und das seit mittlerweile über 1 1/2 Jahren. Natürlich ging es nicht ohne das eine oder andere Wehwehchen über die Bühne. Krönung war bisher Elvis' nicht näher definierbarer Unfall, bei dem er sich die rechte Seite von der Schulter bis zum Bauch und an zwei weiteren Stellen aufgeschlitzt hat. Zum Glück haben wir das rechtzeitig gemerkt und konnten es beim Notdienst flicken lassen ... Trotzdem bin ich seit den Anfängen ziemlich ruhig geworden: Wir haben eine Katzenklappe eingerichtet, sodass Rico und Elvis rein- und rauskönnen, wie sie möchten. Nur über Nacht sind sie drin, das funktioniert aber prima. Elvis bekommt zwar weiterhin Cortison, trotzdem scheint es ihm gutzutun, dass er rauskann. Er ist wesentlich ruhiger und weniger schreckhaft als damals. Und beide bringen regelmäßig stolz Beute heim. Rico für seinen Teil hat die Rangfolge in der gesamten Nachbarschaft geklärt und trägt das mit einer tiefen Kerbe im rechten Ohr stolz zur Schau.

Juli 2010
Irgendwann während der Schwangerschaft haben wir beschlossen, die Katzen rund um die Uhr rauszulassen. Das funktioniert prima, meistens sind sie nachts ohnehin zu Hause. Ihnen reicht wohl die Option.

Nach Elvis' Unglücksphase (kurz nach der schlimmen Verletzung kam noch eine Lungenentzündung dazu, die er aber auch super verkraftet hat) geht es ihm gut. Seit November 2009 etwa ist er ohne Cortisondepot ausgekommen, er bekommt jetzt lediglich regelmäßig Frontline, um ihn vor Zecken und Flöhen zu schützen, und wenn es mal nötig ist bekommt er Cortison als Tablette. Mackenfrei ist er selten, aber er hat nicht mehr die schlimmen großen Wunden.

Dafür hat es jetzt Rico erwischt ... Der arme Kerl war nicht in meinem Focus, weil Elvis das Sorgenkind ist und ich den immer genau beobachte. Und plötzlich hatte Rico 2 kg abgenommen, war ausgetrocknet, schwach und halbtot. Die Diagnose: Diabetes aufgrund eines Leber- und Pankreasschadens.
Das muss man erstmal verkraften.
Nach der ersten Panik und dem Schock und dem ganzen Chaos im Kopf haben wir jetzt aber die Therapie gestartet. Rico hat mehrere Infusionen bekommen, jetzt spritze ich ihm täglich alles nötige (Antibiotikum etc.), um ihn rund um den Diabetes gesund zu bekommen. Außerdem bekommt er Insulin – am Wochenende lerne ich das Blutzuckermessen, um ihn ideal einzustellen.

Unsere Hoffnung liegt darauf, dass der Diabetes verschwindet, wenn die anderen Probleme beseitigt sind. Das ist wohl gar nicht so selten und ich habe viele Hilfsangebote vom Katzendiabetes-Forum (für Caninsulin-Katzen), vom Diabetes-Katzenforum (für Lantus-Katzen) und auf wer-weiss-was bekommen. Danke nochmal dafür, wenn ihr das hier lest!
Jetzt gehen wir es erstmal an. Rico frisst und trinkt wieder, das ist der erste Schritt. Ich bin momentan wirklich guter Dinge, dass wir das alles in den Griff bekommen.

Ein paar Wochen später und Rico ist auf Lantus umgestellt. Die Werte pendeln von Hoch nach Niedrig nach Hoch, ich bin total verwirrt und blicke nicht recht durch. Aber weiter gehts ...

März 2011
Ricos Diabetes geht rauf und runter. Wir haben uns arrangiert, auch dank der Hilfe des Katzenschutzes Bonn/Rhein-Sieg e.V., die mir einige Sorgen nehmen konnten. Momentan sehen die Werte ganz gut aus und ich sehe die ganze Geschichte weniger verbissen.

Ricos aktuelle Werte

Bilder von Rico und Elvis in Bonn

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