Portrait

Diplom

Untersuchungen zum Einfluss des Lichtes bei der Orientierung von Desmodus rotundus (Chiroptera)

Natürlich werde ich hier nicht meine ganze Diplomarbeit abbilden, das will keiner sehen (am allerwenigsten ich *gähn*), aber um einen kleinen Überblick zu geben, tippe ich die Zusammenfassung der Arbeit ab und präsentiere die Hauptdarsteller, meine drei Versuchstiere (Vampirfledermäuse):

Samson
Samson

"Orientierung ist die Fähigkeit beweglicher Organismen, ihre Ausrichtung und Position relativ zum Umgebungsraum selbstkontrolliert beizubehalten oder zu verändern", (Jander, 1970).
Doch woran orientieren sich diese "beweglichen Organismen", wenn ihnen mehrere Möglichkeiten angeboten werden?

In einer Viertelkreisarena sollte untersucht werden, welcher Landmarke die Vampire unter allothetischen Bedingungen den Vorzu geben, der akustischen oder der visuellen.

Zu diesem Zweck wurden drei Tiere der Spezies Desmodus rotundus (Vampirfledermäuse) auf die Markierung Licht-/Echoanweiser trainiert, die sich an drei verschiedenen Stellen des Landegitters befinden konnte. Dies sollte eine idiothetische Orientierung ausschließen.
Nach Erlernen dieser Grundpositionen wurden Licht- und Echoanweiser getrennt in verschiedenen Kombinationen am Landegitter angebracht.

Ruediger
Rüdiger

Hierdurch ergaben sich zwölf Sonderpositionen.
Nun sollte beobachtet werden, für welche Markierung die Tiere sich in Versuchsanordnungen mit Sonderpositionen entscheiden.

Dazu wurden Veränderungen in Flugweg, Flugdauer, Landeplatz und Ort der Futteraufnahme beobachtet.
Für Versuchstier 2 (Samson) war eine deutliche Orientierung nach der Lichtmarkierung zu erkennen. Wurde diese entfernt, orientierte V1 sich idiothetisch.

V2 (Rüdiger) zeigte von Anfang an keinen großen Lernerfolg in Bezug auf die Orientierung nach Landmarken, sondern orientierte sich im Gegenteil während der gesamten Versuchsreihe idiothetisch.

V3 (Loiosh) wie nur einen geringen Lernerfolg in Bezug auf die Grundpositionen auf, jedoch reichte die Versuchszeit nicht aus, diesen Lernerfolg zu verbessern und V3 für die Sonderpositionen einzusetzen.
Es besteht aber die Möglichkeit, dieses Versuchstier in nachfolgenden Arbeiten einzusetzen, da es mit den Versuchsbedingungen vertraut ist und sich schnell auf neue Gegebenheiten einstellen kann.

Loiosh
Loiosh

Allerdings sollte für V3 eine längere Pause zwischen den vorliegenden Versuchen und weiteren Arbeiten liegen, damit sich nicht die von V2 beschriebenen Probleme einstellen (Rüdiger hatte mit mir schon in einem Laborblock gearbeitet, in dem er auf idiothetisches Arbeiten trainiert wurde – ein Jahr später in meinen Versuchen zur Diplomarbeit zeigte er immer noch dieses Verhalten, anscheinend hat er sich zu gut erinnert. Ihn umzutrainieren war in der kurzen Zeit kaum möglich.).

Diese Arbeit zeigt am Beispiel von V1 deutlich den Einfluss des Lichts auf die Orientierung von Desmodus rotundus. Fehlt die visuelle Lichtmarke, wird die Idiothetik eingesetzt.

Leider ist es bei verhaltensphysiologischen Diplomarbeiten kaum möglich, genug Versuche durchzuführen, um wirklich klare Aussagen treffen zu können &ndash schon mit drei Tieren wurde die Zeit knapp, immerhin muss alles auch noch ausgewertet und zusammengetippt werden.

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